Feature, gefangen im Netz

Nach der Feture-Konferenz in München

Bi-, tri-, cross-, trans- und multi-mediale Produktionen: Contentmanagment, Informationispool, Aktualitätenzentrum, Publikationspläne, Gamifizierung, Interaktivität, Community-building - hoppla, sind die Tüten interessanter als ihr Inhalt? Laßt uns reinblasen und draufschlagen, daß es beim Platzen ordentlich knallt: der Hype ums Internet ist längst vorbei, jetzt erreicht er auch das Feature. Dabei ist die Verweildauer viel zu kurz, um längere Formen zu plazieren. Wer hört schon am PC eine Stundensendung? Das Netz ist ein inhaltsloses Medium, das Inhalte transportiert, die in ihm selbst nicht existieren. Ich lade mir gerne etwas runter! das wars. Kreative Kraft hat das Netz bislang nicht entfaltet, allenfalls zu Kreativität angeregt. Es ist ein wunderbares Archiv, ein starkes Kommunikationsmittel, das zur Verbreitung bestehender Inhalte hervorragend geeignet ist. Aber solange diese basics nicht stimmen, Features zentral und gut recherchierbar zum download bereit stehen, so lange bleiben die meisten online-Projekte Gamifizierungen, l’art pour l’art. Was macht man, wenn beim Butterbrot das Brot fehlt?

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