Nachrichten aus dem Off - 21.12.2014

Was sonst noch geschah ...

Was sonst noch geschah ...
Genf: Fast eine halbe Million Menschen werden jedes Jahr weltweit ermordet. Das ist das Ergebnis einer globalen Studie dreier UNO-Organisationen zur Gewaltprävention. In der Altersgruppe der 15- bis 44-jährigen Männer sei Mord oder Totschlag die dritthäufigste Todesursache. Zudem leiden der Studie zufolge Millionen Frauen und Kinder unter Gewalt. Jedes vierte Kind werde misshandelt, jede dritte Frau erlebe mindestens einmal in ihrem Leben physische oder sexuelle Gewalt. Paris: Der Untersuchungsbericht des US-Senats über die Folterverhöre der CIA hat weltweit Empörung ausgelöst. Aber nicht bei der rechtsextremen französischen Politikerin Marine Le Pen. Sie hält Folter in bestimmten Fällen für angebracht. Wenn Gefahr für Menschenleben drohe, müssten Verdächtige mit allen Mitteln zum Sprechen gebracht werden, sagte Le Pen der Nachrichtenagentur AFP zufolge. Sie verurteile die Verhörpraktiken des amerikanischen Geheimdienstes deshalb nicht. Ankara: Die türkische Regierung hat einen Gesetzentwurf erarbeitet, nach dem künftig bei Demonstrationen Wasserwerfer eingesetzt werden sollen, die gefärbtes Wasser spritzen, damit man Straftäter später besser identifizieren könne. Auch die Haftstrafen für das Tragen von Plakaten oder Transparenten mit missliebigen Inhalten sollen verschärft werden. Dessen ungeachtet arbeitet die Türkei weiter darauf hin, EU-Mitglied zu werden. Düsseldorf: In vielen Verpackungen mit Kaffeepads oder Teebeuteln steckt vor allem – Luft. Die Agentur AFP schreibt, die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen habe bei Kontrollen festgestellt, dass die Verpackungen in manchen Fällen mehr als doppelt so groß seien wie der Inhalt. Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass es verboten ist, Kunden mit raffinierten Verpackungen über den tatsächlichen Inhalt zu täuschen. Allerdings fehlten eindeutige gesetzliche Vorgaben. Templin: Die so genannte Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters darf nicht mehr am Ortseingang der brandenburgischen Stadt Templin für ihre Nudelmessen werben. Das berichtet der Evangelische Pressedienst. Kirchengemeinden und Bürger hatten sich dagegen gewehrt, dass die Kirchenkritiker ihre Plakate neben den öffentlichen Gottesdiensthinweisen aufgehängt hatten. Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters wurde in den USA als Gegenbewegung zu fundamentalistischen Christen gegründet. Sie macht sich über deren Ablehnung der Evolutionstheorie lustig. London: Das Hauptquartier von Scotland Yard ist an einen arabischen Investor verkauft worden. Die Agentur Reuters schreibt, die Abu Dhabi Financial Group habe 470 Millionen Euro bezahlt. Der Investor wolle das Gebäude im Zentrum Londons abreißen und dort Luxuswohnungen bauen. Venedig: Das Fahren mit den berühmten Gondeln soll sicherer werden. Die Stadtverwaltung hat angeordnet, dass alle Boote auf den Kanälen künftig Nummernschilder tragen müssen. Unter anderem reagiert die Stadtverwaltung von Venedig damit auf einen Gondel-Unfall im August vergangenen Jahres, bei dem ein deutscher Urlauber ums Leben kam. Köln: Ein Hotelier ist mit einem Eilantrag vor Gericht gescheitert. Er wollte verhindern, dass die Stadt in der Nähe seines Hotels eine Notunterkunft für Obdachlose einrichtet. Das Gericht urteilte, der Hotelier habe nicht schlüssig beweisen können, dass ihm durch die Obdachlosen in seiner Nachbarschaft Nachteile entstünden. Zum Sport: Gegen den italienischen Fußball-Star Mario Balotelli, genannt Super Mario, gibt es Antisemitismus-Vorwürfe. Der Stürmer des FC Liverpool stellte bei Instagram ein Bild der Computerspielfigur Super Mario ein und schrieb dazu, sie springe wie ein Schwarzer und sammle Münzen wie ein Jude. Nachdem es im Netz einen Shitstorm gegeben hatte, löschte Balotelli den Eintrag wieder und erklärte, er habe sich damit eigentlich über Rassisten lustig machen wollen.

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