EuropaReise 1

23.10.2013

Heute waren wir in Sardinien und haben von der Umweltverschnutzung, die das Militär hinterlassen hat, erfahren. Reihenweise erkranken Menschen, tödlich zum Teil, auch von Verstrahlungen ist die Rede, Schafe werden evakuiert, Menschen bleiben. Wir waren in Polen bei einem unschuldig Verurteilten, der 12Jahre im Gefägnis sass.In. Finnland haben wir Freelancer beobachtet, waren auf einem. Markt im Norden Londons, haben in Serbien einen Bergsteiger, einen. Taucher und einen Extrem-Marathonläufer getroffen und in Frankreich 3 alte damen kennengelernt, die 1942-44 in einem Frauen KZ einsassen, sich anfreundeten und von einer schönen Zeit erzählten. Und was haben wir gehört? Bei dem italienischen Feature ploppte und knackte es, schlecht aufgenommen wars und lausig montiert. Beim polnischen Stück wuchsen die Zweifel, ob das alles so stimmt - weshalb eigentlich war der angeblich Unschuldige im Knast, was war genau passiert? Und war er tatsächlich unschuldig? Da liess uns das Stück im Unklaren. Das Freiberuflertum interessiert Journalisten natürlich sehr, auch die bei der Abschlussdiskussion. Aber gab es das nicht immer schon:Tagelöhner, Wandergesellen, fahrendes Volk? Ob das wirklich eine moderne Lebensform ist, blieb ungeklärt. Aber Freelancertum als bewusste Lebensform, ist dennoch nachdenkenswert. Auch wenn es nicht so intendiert war. Der nostalgische Rückblick auf den Markt war unterhaltsam anzuhören, allein wegen der schrägen Vögel, die da zu Wort kamen. Aber was solls? Die drei Extremsportler erzählten zwar brav ihre Geschichten, aber sie kamen nicht zusammen. Bleiben die drei alten Damen, die munter vom KZ erzählten. Das hielten einige für preisverdächtig. Overvoices gab es in keinem Stück, alle spielten im eigenen Land. Unterschiedlich war die ästhetischen Qualität: das italienische Stück war atemlos, das Finnländische und das Französische liessen sich Zeit, auf für Atmos und Sounds. Das alles gibt es. Gibt es in unseren Ohren.

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