Nachrichten aus dem Off - 22.03.2015

Vergessene Meldungen ...

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Vilnius: In Litauen ist an rund 100 Schulen die erste Stunde zur nationalen Sicherheit abgehalten worden – und zwar mit einer Live-Übertragung in die Klassenzimmer. Der baltische Staat will nach Angaben von Bildungsminister Pavalkis zum kommenden Schuljahr möglicherweise Militärkunde als Wahlunterricht an den Schulen einführen. Vorher hatte die ehemalige Sowjet-Republik Litauen schon beschlossen, nach sieben Jahren die allgemeine Wehrpflicht wieder einzuführen. Wegen der „zunehmenden Aggression“ in der Ukraine sollten ab Herbst alle Männer im Alter zwischen 19 und 27 Jahren eine neunmonatige Dienstpflicht ableisten, sagte Präsidentin Grybauskaite. New York: In der US-amerikanischen Metropole hat es zwölf Tage lang keinen Mord gegeben. Laut Polizei ist das die längste Zeit ohne gewaltsame Tode seit 1994. Sie wurde durch den Mord an einem 28-Jährigen im Stadtteil Queens beendet. Im vergangenen Jahr sind in New York 328 Menschen ermordet worden – das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1963. Auf dem Höhepunkt der Gewaltwelle, im Jahr 1990 wurden etwa siebenmal so viele Menschen getötet - im Schnitt sechs pro Tag. Dass die Kriminalität zurückgegangen ist, wird unter anderem dem früheren Bürgermeister Giuliani und seiner "Null-Toleranz-Politik" zugeschrieben. Belgrad: Eine Bürgerinitiative und der Architektenverband fordern den Baustopp für ein geplantes Viertel der Superlative in der serbischen Hauptstadt. Sie wollen eine Volksabstimmung erreichen. Gleichzeitig ist der Vorverkauf für die Luxuswohnungen angelaufen. Die Regierung will gemeinsam mit ihrem Partner aus Abu Dhabi für drei Milliarden Euro Wohnanlagen, Hotels, Büros und Einkaufsmeilen am rechten Ufer des Save-Flusses errichten – unter anderem einen 220 Meter hohen Wolkenkratzer. Damit soll Belgrad ein Magnet für internationale Touristen und Wirtschaftszentrum von Südosteuropa werden. Aktuell kommen in Serbien auf einen Beschäftigten fünf Rentner oder Arbeitslose. Sydney: Mit einer Bemerkung zum Lebensstil der Ureinwohner hat Australiens Regierungschef Abbott einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Er hatte sich zu Plänen geäußert, rund 12.000 Aborigines aus entlegenen Gebieten in Westaustralien umzusiedeln. Wir können ihnen nicht endlos ihren gewünschten Lebensstil finanzieren, sagte Abbott. Das Argument, die Ureinwohner lebten dort, wo sie seit Jahrtausenden zu Hause seien, ließ er nicht gelten. Die Ureinwohner gehören zu den ärmsten und am schlechtesten ausgebildeten Gesellschaftsgruppen in Australien. In ihren abgelegenen Dörfern gibt es wenig Schulen und nur eine schlechte Gesundheitsversorgung. Sie machen etwa 2,4 Prozent der 23 Millionen Australier aus. Parma: Dem norditalienischen Fußball-Erstligisten Parma werden in der Tabelle weitere Punkte abgezogen, weil er Steuern und Gehälter nicht gezahlt hat. Das hat ein Gericht des italienischen Fußball-Verbandes beschlossen. Die Finanzprobleme von Parma sind so groß, dass der Verein zu einem Ligaspiel mit den privaten PKW der Mannschaft anreisen wollte. Die Busfahrt konnte sich der Club nicht mehr nicht leisten. Frankfurt: Weil sie mehrere junge Frauen über Jahre mit angeblichen Voodoo-Zauberflüchen in Bordellen ausgebeutet hatten, sind ein Mann und zwei Frauen in Frankfurt zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht ging nach knapp sechs Monaten Verhandlung davon aus, dass die Angeklagten mindestens vier junge Frauen aus Afrika mit den Zaubersprüchen eingeschüchtert und dann in Bordellen unter anderem im Rhein-Main-Gebiet untergebracht hatten. Vor Voodoo-Priestern mussten die zwischen 17 und 20 Jahre alten Opfer schwören, bis zu 75 000 Euro Reisekosten von Afrika nach Deutschland zurückzuzahlen.

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